Seit April 2006 gibt es das Volksparkbündis, das sich aus Hamburger Bürgern zusammensetzt, die sich aktiv gegen die Pläne des Senats einsetzen. Auf dieser Seite werden Informationen rund um das Bündnis präsentiert. Das Bündnis ist immer auf der Suche nach weiteren Mitstreitern, die Ideen und Herzblut in die Aktionen gegen die Senatspläne einbringen möchten. Das aktuelle Flugblatt des Bündnisses können Sie hier als PDF laden.

Werbung von hinten

4. April 2009

Was dieser Bericht soll — keiner weiß es. Wahrscheinlich handelt es sich nur um Werbung. Durch die Hintertür. Ein Versuch, ein wenig auf die Tränendrüse zu drücken, um das Volk pro Sporteum, und damit für einen schrittweisen Umbau des Volksparks, zu stimmen.

Das Abendblatt schreibt gut ein dreiviertel Jahr nach seinem ersten “Hurra!”, erneut über das Sportmuseum im Volkspark. Diesmal mit ein wenig mehr Schmalz (Hinweis auf Max Schmeling). Sollen so Investoren gefunden werden? Soll so die Bevölkerung pro Sporteum eingestimmt werden?

Was offensichtlich fehlt, daher wohl der weitere Artikel zu dem Bauvorhaben, ist Geld. Ende Juni waren es noch zwei bis drei Millionen Euro — für den ersten Bauabschnitt. Jetzt sind es drei bis fünf Millionen Euro. Von einem ersten Abschnitt diesmal keine Rede, geschweige denn von dem Gesamtvolumen der Kosten.

Was bleibt — auch in diesem Artikel: der Hinweis darauf, dass das Sporteum ein Prestige- und Leuchtturmprojekt werden soll. Brauchen wir wirklich noch mehr davon? Und dann noch mitten in der Natur?

Der Bericht riecht jedenfalls nach Werbung. Dabei dachte ich, diese müsste besonders gekennzeichnet werden? Gleichzeitig ist der Bericht eine Art “Pistole auf der Brust”. Heißt es doch, der Initiator des Projekts erwarte finanzielle Unterstützung der Stadt. Denn Hamburg schimpfe sich schließlich immer Sportstadt, da müsse die Stadt nun den Geldhahn für dieses Projekt öffnen.

“Sportstadt Hamburg”? Mir war so, als wäre dieser Begriff schon längst begraben. Muss man jedenfalls von ausgehen, wenn selbst die Hamburg Marketing GmbH den Sport von ihrer Werbeagenda genommen hat …

Altona votiert für Sporteum

27. Juni 2008

Der Bauausschuss des Bezirks Altona stimmte den Plänen zu, im Volkspark ein Sportmuseum zu bauen. Im Abendblatt heißt es dazu, dass die Pläne für das zweigeschossige, 15 Millionen teure Museum einst integraler Bestandteil des Masterplans Sportpark Volkspark waren. Weiter heißt es dort, der Masterplan wäre während der Koalitionsverhandlungen abgespeckt worden.

Schaut man in den Koalitionsvertrag [PDF, 312 kb], findet sich lediglich auf Seite 42, unter dem Punkt “Sport”, ein Hinweis auf den Volkspark. Dazu steht im Vertrag geschrieben:

Die Sportstättensanierung hat Priorität gegenüber den geplanten Maßnahmen am Volkspark. Diese sollen orientiert an den Vereinbarungen im Bezirk Altona reduziert werden.

Na, das ist doch mal nichtssagend. Jetzt also hat Bezirk Altona sein Ja gegeben. Wie im Abendblatt-Bericht so schön “nebenbei” erwähnt, handelt es sich bei dem Sporteum um ein Prestige-Objekt. Als ob die Stadt Hamburg unter dem CDU-Senat davon nicht schon ausreichend aufgedrückt bekommen hätte. Jetzt das Sport-Museum. Vielleicht findet sich ja auch zum Thema Sport ein eifriger Sammler, dem man dann das Museum quasi schenken könnte…

Park ohne Volk?

1. Februar 2008

Informationsveranstaltung zum Altonaer Volkspark

Kennen Sie den Altonaer Volkspark? Haben Sie schon einen Spaziergang dort genossen, den Dahliengarten bewundert oder sich einfach nur eine ruhige Ecke gesucht?

Wenn es nach den Plänen des Senats geht, können Sie sich bald was anderes suchen. Oder gehören Sie zu den Menschen, die lieber einen “modernen Freizeitpark” und Sportpark möchten?

Die Linke Altona setzt sich jedenfalls für den Erhalt des Volksparks ein: für nichtkommerzielle Nutzung, für Erholung und Ruhe suchende HamburgerInnen. Wie die Zukunft des Volksparks aussehen soll, möchten wir gerne mit Ihnen diskutieren.

Ort: Aula der Gesamtschule Bahrenfeld, Regerstraße 21-25, 22761 Hamburg
Wann: 5. Februar, 19 Uhr

Volkspark ade - Hallo Sportpark

14. November 2007

Das Hamburger Abendblatt hat in seinem Sportteil auf einer vollen Seite die neuen/alten Pläne zur Umgestaltung des Volksparks vorgestellt. Innerhalb von zehn Jahren soll der Volkspark mit öffentlichen und privaten Mitteln umgestaltet werden.

Nach einem anfänglich idyllischen Einstieg ins Thema, kommt noch im ersten Absatz der Oberbaudirektor Jörn Walter erneut zu Wort. Er wird zitiert mit den Worten:

Der Park ist zugepflanzt, er ist ein Wald geworden, der nicht mehr ausreichend genutzt wird.

Erneut: Eine bodenlose Frechheit, so etwas zu behaupten. Der Volkspark wird sehr wohl genutzt. Im Sommer ist er stets gut besucht. Überall läuft, grillt, spielt und lacht es. Doch das ist dem Oberbaudirektor nicht ausreichend. Wahrscheinlich wurde wieder einmal gestern, als es in Hamburg regnete, bitterkalt war und man am liebsten vor dem heimischen Ofen hocken wollte, eine Zählung erhoben. Also zu einem Zeitpunkt, wo es nicht wundert, wenn niemand unterwegs ist…

Und was soll das Argument, der Park sei zum Wald geworden — deswegen müsse er weg!? Gartenbaudirektor Tutenberg hatte sich bei der Anlegung des Parks um 1913 schon etwas gedacht. Der Park sollte bewusst nicht “durchgestylt” sein, vielmehr sollten die natürlichen Gegebenheiten und die darin vorgefundenen Materialien die Gestaltung bestimmen [Quelle]. Der Volkspark ist somit, nach beinahe hundert Jahren endlich dort angekommen, wo er hin sollte: er ist ein natürlicher, waldähnlicher Park. Mitten in Hamburg. Für Herrn Walter ist genau das ein Dorn im Auge: Weg mit dem Urwüchsigen! Her mit dem Kommerz und Ausverkauf.

Liest man sich durch, wie die Pläne zur “Umgestaltung” des Volksparks nun aussehen, sträuben sich einem die Nackenhaare. Ist man fertig mit dem Artikel, kann man einen Schlussstrich ziehen und einmal schauen, was unterm Strich heraus kommt. Ergebnis: Der Volkspark wird zubetoniert. Bäume wurden schon gefällt, nun soll es weiter gehen. Hier eine GoogleMap, die die im Artikel angesprochenen Hallen, Stadien und Parkplätze (einige davon) aufzeigt.

Das “Kinderbewegungszentrum” (s. Karte) in der Nähe der Trabrennbahn soll wohl auf einer sehr großen freien Fläche im Park gebaut werden. Auf einer Fläche, die gerade im Sommer ein Tummelplatz und sozialer Treffpunkt ist. Früher durften hier noch Hunde friedliche miteinander spielen. Doch auch das ist mittlerweile verboten. Da man in Hamburg eh am besten keinen Hund (zu haben) hat, kann die Wiese eh weg. Egal, ob sich dort Leute treffen und schöne Tage verleben.

In Hamburg sagt man Tschüs

Es wird getönt, die “Sport-, Freizeit- und Erholungsangebote des Sportparks sind ein Mix aus kostenfreier, kommerzieller und Vereinsnutzung”. Erholung findet man im Volkspark jetzt, so wie er derzeit ist. Wenn der CDU-Senat seine Bebauungspläne durchbekommt und umsetzt, dann dürfen wir Hamburger uns vom Volkspark verabschieden. Dann gibt es nur noch einen Sportpark. Einen Ole-von-Beust-Gedächtnis-Sportpark…

Anfang vom Ende

11. Juli 2007

Die geplante Volksbank-ArenaDer Senat macht Ernst mit seinen Bemühungen den Volkspark umzugestalten. Am 10. Juli wurde der Startschuss gegeben die Volkspark Arena auf dem Parkplatz “Grau” zu bauen. Die Eis- und Ballsportarena wird nördlich der Color Line Arena gebaut werden.

Die Sportstätte soll im dritten Quartal 2008 fertig gestellt sein. Doch da gilt es noch das Eine oder Andere zu klären. Zum Beispiel die Finanzierung. Die reinen Baukosten sollen netto 12 Mio Euro betragen, von denen der “Gönner” Alexander Otto neun Mio tragen will.

Darüber hinaus sichert Otto die laufenden Betriebskosten in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro. Die Stadt stellt das Grundstück der Stiftung im Rahmen eines Erbbaurechts kostenlos zur Verfügung und beteiligt sich mit einem Investitionskostenzuschuss in Höhe von drei Millionen Euro an den Baukosten. [Quelle, PDF, 56kb]

Interessant wird es, wenn man sich die Quelle oben anschaut, die offiziell von der Pressestelle des Senats herausgegeben wurde und diese Zahlen mit den (wohl) älteren vergleicht, die in der kleinen Anfrage der GAL-Abgeordneten Dr. Verena Lappe vom 9. Juli stehen:

Das neun-Millionen-Euro-Projekt (HA 11.12.2006) soll mit 2 Millionen Euro Investitionszuschuss von der Stadt Hamburg unterstützt werden (Senatspressemeldung 22.8.2006). Zudem will die Stadt der Sportstiftung das Grundstück (Parkplatz “grau”) im Rahmen eines Erbbaurechts zur Verfügung stellen (Senatspressemeldung 20.12.2006). Bisher hat die Bürgerschaft jedoch lediglich Mittel für die Konzept- und Masterplanerstellung “Sportpark Volkspark” in Höhe von 1,7 Mio. € zur Verfügung gestellt. [Quelle]

Da wurde der Investitionszuschuss in der frischen Pressemitteilung des Senats mal um eine Million Euro hochfrisiert. In der Anfrage der GAL-Abgeordneten wird u.a. die Frage aufgeworfen, wie es mit den Kosten für die Dekontaminierung des Parkplatz “Grau” ausschaut? Wer übernimmt die? Wie hoch sind die? — Erst jüngst stellte sich nämlich heraus, dass der Boden des Parkplatzes kontaminiert ist und einer Sanierung bedarf.

Die Arena soll der erste Baustein des Sportparks werden. Wir könne nur hoffen, dass das geplante Stadion dank dieser Fehlplanung noch irgendwie verschoben werden kann…

Pavillon-Neueröffnung

25. April 2007

Der Bezirk Altona weist blumig auf eine Veranstaltung am 2. Mai im Volkspark hin. Eine PPP (Public Privat Partnership) wird gelobt, da es durch Spenden ermöglicht wurde, den Pavillon im Schulgarten zu renovieren. Das gute Stück war in der Nachkriegszeit zunehmend verfallen, doch nun strahlt er in neuem Glanz. Außerdem wurde der Rosengarten wieder auf Vordermann gebracht.

In der Einladung zur “Einweihung eines historischen Pavillons im Schulgarten des Altonaer Volksparks”, an der Staatsrätin Frau Dr. Gundelach und Bezirksamtsleiter Hinnerk Fock teilnehmen werden, wird die Schönheit des Volksparks unterstrichen. Unter anderem ist da die Rede von:

Wegen seiner herausragenden Bedeutung wurde der Altonaer Volkspark vor einiger Zeit in die hamburgische Denkmalliste eingetragen.

Selbst der alte Tutenberg findet Erwähnung. Warum also nicht der Einladung folgen und am 2. Mai um 11 Uhr der Zeremonie beiwohnen und die Anwesenden darauf hinweisen, dass der Volkspark auch weiterhin in der von Tutenberg angedachten Natürlichkeit und Urwüchsigkeit bestehen soll!? Es bietet sich hier die Chance, Politikern zu erklären, dass die Bürger keine Umbauten im Volkspark haben wollen. Eine Renovierung eines historischen Gebäudes ist in Ordnung, eine Abholzung, Zerschneidung und anschließende Zupflasterung des Volksparks, nur um “Fun und Action” zu haben – das ist nicht in Ordnung.

Im letzten Absatz liest man in der Einladung:

Der Schulgarten hat durch den Pavillon sein verlorenes Zentrum wiederbekommen und der Volkspark insgesamt eine deutliche Aufwertung erhalten.

Was beweist: Erhaltet die alte Struktur, bewahrt die bereits vorhandenen Besonderheiten. Neue müssen gar nicht geschaffen werden, um den Volkspark attraktiv und erholsam zu machen.

Die angesetzte Zeremonie wäre eine wunderbare Möglichkeit, Volksvertreter anzusprechen, wenn die Herrschaften den Termin nicht mitten in der Woche um 11 Uhr angesetzt hätten, wo die wenigsten (Störenfriede) können… Ein Schelm, der nun Böses dabei denkt.

Für Rückfragen steht bereit: Rainer Doleschall, Platz der Republik 1, 22765 Hamburg, Tel: 42811 1512, Fax: 42811 1945
e-Mail-Adresse: rainer.doleschall@altona.hamburg.de

Mitbestimmung

10. April 2007

Die Behörde für Bildung und Sport lädt zu einer “Veranstaltung zum Mitplanen” ein. Am Freitag, 20. April, 15 bis ca. 18.30h, findet in der Kindertagesstätte “Im Volkspark” (Hellgrundweg 6) die Veranstaltung mit dem wohlklingenden Titel “Was brauchen Kinder und Familien im Park?”. Hier kann man sich das PDF mit Zusatzinformationen und der Anmeldung herunterladen. Zahlreiches und interessiertes Kommen ist erwünscht, in der Hoffnung, dass die eingebrachten Vorschläge angenommen werden und wir nicht die Pläne des Senats schlucken müssen.

Die Frage “Was brauchen Kinder und Familien im Park?” kann man z.B. mit “einen naturbelassenen, nicht verbauten Volkspark” beantworten…

Vortrag der DGGL

6. März 2007

Die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. lädt am 15. März 2007 zu einem Vortrag mit Heino Grunert ein. Thema des Vortrags lautet “Der Altonaer Volkspark im Spannungsfeld zwischen Gartendenkmalpflege und Sportpark”.

  • Donnerstag, den 15. März 2007
  • Stavenhagenhaus, Frustbergstraße 4, Hamburg Groß Borstel
  • ab 19 Uhr

Im Anschluss gibt es Gelegenheit für Fragen und Diskussion.

Spontan gegen den Kahlschlag

23. Februar 2007

In einer spontanen Demonstration machte das Volkspark-Bündnis am letzten Donnerstag (22.02.07) vor dem Altonaer Rathaus auf die massive Abholzung von Bäumen im Volkspark aufmerksam. Rund 30 Menschen bekundeten ihren Protest vor dem Rathaus mit Transparenten, Bildern und Ästen von abgeholzten Bäumen aus dem Volkspark. Auf der Zuschauertribüne stehend verlas Ingrid Gangloff die Pressemitteilung:

Das Volksparkbündnis, das sich für den Erhalt des Altonaer Volksparks einsetzt, stellt fest, dass auch in diesem Winter wieder großflächig zahlreiche Bäume und Büsche im Altonaer Volkspark abgeholzt wurden und auch noch werden. Dabei hält es sich keineswegs nur um Stangenholz, wie behauptet wird, sondern auch um große, ausgewachsene, gesunde Bäume.

  • Die Abholzungen erfolgen nicht nach dem Nachhaltigkeits-Prinzip: es werden eindeutig zu viele Bäume herausgeschlagen, die natürliche Verjüngung des Waldes wird unterbunden, da auch zusätzlich junge, nachwachsende Bäume beseitigt werden.
  • An vielen Stellen wird das gesamte Unterholz entfernt, statt den Aufbau des Waldes mit Baum-, Strauch- und Krautschicht zu erhalten bzw. zu fördern, wie vom Erbauer des Volksparks Herrn Tutenberg beabsichtigt.
  • Hierdurch wurden und werden u.a. Nist- und Brutstätten für viele Vogelarten und gewachsene Rückzugsbereiche für andere Kleintier-Arten vernichtet.
  • Durch den brutalen Einsatz von schweren Maschinen z.B. Radlader, Bulldozer u.ä. wird die wertvolle, teilweise mehr als 200 Jahre alte Waldboden-Struktur auf lange Zeit ruiniert. Diese Böden haben eine hohe Bedeutung für das biologische Gleichgewicht des Waldes, u.a. leisten die Organismen im Erdreich einen wichtigen Beitrag zur Bodenauflockerung und tragen zur Nährstoffversorgung der Sträucher und Bäume bei. Die Verdichtung des Wurzelraumes fördert die Gefahr des Absterbens - z.B. von Buchen, die sehr empfindlich auf Bodenveränderungen reagieren.

Das sensible, ökologische Gleichgewicht des Waldes wird durch die unsachgemäßen, rücksichtslosen Arbeiten zerstört - als Pflegemaßnahmen kann das nicht bezeichnet werden!

Durch das Abholzen werden auch die landschaftsbezogene Erholung und der Naturgenuss der Parkbesucher erheblich beeinträchtigt und somit die optische Ruhe und die “Waldeinsamkeit” - wie sie die Planer und Erbauer des Altonaer Volksparks vor rund 90 Jahren beabsichtigten.
Somit gehen auch wesentliche Elemente des historischen Wertes des Volksparks verloren.
Wir wollen den sogenannten “hellen Erholungswald” vom Gartenbauamt Altona nicht! Dieses Zitat wurde verfälscht: Herr Tutenberg verstand darunter lediglich die Reduzierung von dunklen Fichten zugunsten eines Mischwaldes mit natürlichem Unterholz!

  • Wir fordern, dass die Abholzungen sofort eingestellt werden!
  • Wir fordern, dass Pflegearbeiten nur mit dem Ziel erfolgen, den Wald des Altonaer Volksparks fachgerecht und in nachhaltiger, naturnaher Weise zu entwickeln.
  • Wir fordern, dass der Altonaer Volkspark in seinem hohen Wert für die ruhige Erholung und für den Naturhaushalt und in seiner historischen Bedeutung erhalten bleibt.

Abholzung im Volkspark Frühjahr 2007

Abholzung im Volkspark Frühjahr 2007

1. Volksparkfest - eine Nachlese

27. August 2006

ein Mann im Baum wird gesichertAm 13. August feierte das Volksparkbündnis bei schönstem Wetter das 1. Volksparkfest auf der Großen Festwiese unter dem Motto: “Keine Kommerzialisierung und Privatisierung öffentlichen Eigentums”.

Ab 10 Uhr morgens trudelten die ersten Teilnehmer ein – manche sogar mit Fahrrad und Anhänger – um ihre Stände aufzubauen. Vor der Milchhalle (der Pächter stellte uns freundlicherweise Strom, Wasser und die Toiletten zur Verfügung) herrschte ab 11 Uhr ein reges Treiben und viele interessierte Menschen informierten sich an den einzelnen Info-Ständen über deren Arbeit. Mit dabei waren (in alphabetischer Reihenfolge):

Attac
gegen die Privatisierung der Bahn
BUND
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Bürgerinitiative Altona-Ottensen Unser Bismarckbad bleibt!
Café libertad/FAU-MAT
Vertrieb syndikalistischer anarchistischer Bücher und Material
DGGL
Deutsche Gesellschaft für Gartenbau und Landschaftskultur
Frauenpolitischer Ratschlag
internationaler, frauenpolitischer und kultureller Austausch
Freies Netzwerk zum Erhalt des Schanzenparks
Hamburger Forum
für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung
Hundelobby
Igelverein
IG Metall
Wohnbereichsgruppe Altona, mit einem vielseitigen Kinderprogramm
Inisoz Barmbek / Montagsdemo
Internationales Zentrum Brigttenstraße 5
mit selbstgemachten Falafel mit Salat im Fladenbrot
Kurdistan-Hilfe
Kurdistan-Volkhaus e.V.
mit Musik, Tanz und reichhaltigen Grillspezialitäten
Mehr Demokratie - Rettet den Volksentscheid
NABU
Naturschutzbund
Naturfreunde Hamburg
unternahmen eine 2 ½stündige Tour durch den Volkspark
Ohne Dach ist Krach
Bürgerini seit 13 Jahren für den Autobahndeckel Bahrenfeld
People First
“Die Starken Engel” e.V. - Selbsthilfe und Selbstbestimmung für Menschen mit Lernschwierigkeiten und mehrfacher Beeinträchtigung
Robin Wood
mit Schnupperklettern auf Bäumen für Kinder und Erwachsene
Runder Tisch Walddörfer
ein Zusammenschluss mehrerer Bürgerinis aus dem Hamburger Nordosten
Die Waldgruppe
der Kindertagesstätte “Im Volkspark” der Rudolf-Ballin-Stiftung e.V. - boten eine Umweltrallye für Kinder an und Basteln mit Naturmaterialien

Bürger am InformationsstandDer Stand unseres Volksparkbündnis war teilweise so stark belagert, dass wir dem Andrang und Wunsch nach Informationen teilweise nur schwer nachkommen konnten. Viele empörte Menschen wollten ihre Unterschrift auf die Protestliste setzen, die meisten konnten es gar nicht fassen, was der Hamburger Senat im Volkspark vor hat. Sie glauben nicht, dass der Park angeblich zu wenig Besucher hat; “das ist doch nur vorgeschoben”, “ich find das ja grade so toll, dass es hier nicht so überfüllt ist”, “die wollen sich doch den Volkspark unter den Nagel reißen um sich den Schotter einzusacken”, “die werden die Quittung bei der nächsten Wahl schon kriegen!”, “wir brauchen nicht noch mehr Stadien, wir brauchen mehr Geld für Bildung und für Kinder”, “ich wohne hier seit 50 Jahren, ich kenne den Volkspark noch, als hier noch alles viel uriger war”, “das Volksparkbad war so schön, das haben die uns auch weggenommen”, “diese Pläne? - nur über meine Leiche!” — solche und noch viel mehr wütende Aussagen konnte ich von den Menschen an unserem Stand hören.

Jetzt, nach dem Fest heißt es – noch mehr Aufklärungsarbeit leisten, um die Menschen zu mobilisieren, noch mehr Aktivitäten z.B. auf Wochenmärkten und Straßenfesten. Dafür brauchen wir natürlich Hilfe und Unterstützung!
Menschen, die sich für die Erhaltung unseres Altonaer Volksparks einsetzen und beim Volksparkbündnis mitarbeiten möchten, melden sich bitte bei Ingrid Gangloff, Tel. 53 79 16 93 oder 0179 135 92 52 oder per Mail (s. Impressum).
Spenden werden gerne angenommen: Kto. 1042 89 72 39 - I.Gangloff - HASPA - BLZ 200 505 50 - Kennwort: VOLKSPARKBÜNDNIS

ein Gruppe Kurden beim Tanzen im Volkspark