Spontan gegen den Kahlschlag
In einer spontanen Demonstration machte das Volkspark-Bündnis am letzten Donnerstag (22.02.07) vor dem Altonaer Rathaus auf die massive Abholzung von Bäumen im Volkspark aufmerksam. Rund 30 Menschen bekundeten ihren Protest vor dem Rathaus mit Transparenten, Bildern und Ästen von abgeholzten Bäumen aus dem Volkspark. Auf der Zuschauertribüne stehend verlas Ingrid Gangloff die Pressemitteilung:
Das Volksparkbündnis, das sich für den Erhalt des Altonaer Volksparks einsetzt, stellt fest, dass auch in diesem Winter wieder großflächig zahlreiche Bäume und Büsche im Altonaer Volkspark abgeholzt wurden und auch noch werden. Dabei hält es sich keineswegs nur um Stangenholz, wie behauptet wird, sondern auch um große, ausgewachsene, gesunde Bäume.
- Die Abholzungen erfolgen nicht nach dem Nachhaltigkeits-Prinzip: es werden eindeutig zu viele Bäume herausgeschlagen, die natürliche Verjüngung des Waldes wird unterbunden, da auch zusätzlich junge, nachwachsende Bäume beseitigt werden.
- An vielen Stellen wird das gesamte Unterholz entfernt, statt den Aufbau des Waldes mit Baum-, Strauch- und Krautschicht zu erhalten bzw. zu fördern, wie vom Erbauer des Volksparks Herrn Tutenberg beabsichtigt.
- Hierdurch wurden und werden u.a. Nist- und Brutstätten für viele Vogelarten und gewachsene Rückzugsbereiche für andere Kleintier-Arten vernichtet.
- Durch den brutalen Einsatz von schweren Maschinen z.B. Radlader, Bulldozer u.ä. wird die wertvolle, teilweise mehr als 200 Jahre alte Waldboden-Struktur auf lange Zeit ruiniert. Diese Böden haben eine hohe Bedeutung für das biologische Gleichgewicht des Waldes, u.a. leisten die Organismen im Erdreich einen wichtigen Beitrag zur Bodenauflockerung und tragen zur Nährstoffversorgung der Sträucher und Bäume bei. Die Verdichtung des Wurzelraumes fördert die Gefahr des Absterbens - z.B. von Buchen, die sehr empfindlich auf Bodenveränderungen reagieren.
Das sensible, ökologische Gleichgewicht des Waldes wird durch die unsachgemäßen, rücksichtslosen Arbeiten zerstört - als Pflegemaßnahmen kann das nicht bezeichnet werden!
Durch das Abholzen werden auch die landschaftsbezogene Erholung und der Naturgenuss der Parkbesucher erheblich beeinträchtigt und somit die optische Ruhe und die “Waldeinsamkeit” - wie sie die Planer und Erbauer des Altonaer Volksparks vor rund 90 Jahren beabsichtigten.
Somit gehen auch wesentliche Elemente des historischen Wertes des Volksparks verloren.
Wir wollen den sogenannten “hellen Erholungswald” vom Gartenbauamt Altona nicht! Dieses Zitat wurde verfälscht: Herr Tutenberg verstand darunter lediglich die Reduzierung von dunklen Fichten zugunsten eines Mischwaldes mit natürlichem Unterholz!
- Wir fordern, dass die Abholzungen sofort eingestellt werden!
- Wir fordern, dass Pflegearbeiten nur mit dem Ziel erfolgen, den Wald des Altonaer Volksparks fachgerecht und in nachhaltiger, naturnaher Weise zu entwickeln.
- Wir fordern, dass der Altonaer Volkspark in seinem hohen Wert für die ruhige Erholung und für den Naturhaushalt und in seiner historischen Bedeutung erhalten bleibt.



2. März 2007
Mehr Bilder zur Aktion gegen die Abholzungen im Volkspark und demnächst der TV Beitrag auf Tide TV finden sich auf FEUERLOESCHER TV/
18. April 2007
hallo,
wo wir doch alle so wenig Zeit zum Leben haben.
ich bin auch oft im volkspark und liebe diesen gerade wegen seiner Natürlichkeit. Der Kahlschlag hat mich auch schockiert, ich würde gerne meinen Stimme gegen die Bebauungspläne einsetzen. Könnt Ihr hier nicht mal (so wie Greenpeace oder andere Org.) so ein Formular einrichten, mit dem man dem Senat seine Meinung schreiben kann? Gerne vorgefertigt
Grüße,
5. Januar 2012
Ah yes, nicely put, evyreone.
6. Januar 2012
N7zgrH uqjgtfwjwvjv